Physikalische Eigenschaften

Physikalische Daten

  • Lineare Wärmeausdehnungszahl α (20°C; 300°C) nach ISO 7991 = 3,3 .10-6 K-1
  • Transformationstemperatur (Tg) = 525°C
  • Glastemperatur bei 1013 (obere Kühltemperatur) = 560 °C
  • Viskosität h in dPa . s: 107,6 (Erweichungstemperatur) = 825 °C / 104 (Bearbeitungs- temperatur) = 1.260 °C
  • Kurzfristige zulässige höchste Arbeitstemperatur 500°C
  • Dichte ρ bei 20°C = 2,23 g. cm-3
  • Elastizitätsmodul E (Young’s modulus) = 64.103 MPa
  • Poissonsche Konstante μ = 0,20
  • Wärmeleitzahl λ  (20°C bis 100°C) = 1,2 W.m-1.K-1
  • Temperatur für spezifischen elektr. Widerstand 108 Ω.cm (DIN 52326) tklOO = 250 °C
  • Logarithmus des elektrischen bei 250 °C = 8
  • Volumenwiderstandes (Ω . cm) bei 350 °C = 6,5
  • Dielektrische Eigenschaften (1 MHz, 25 °C) Permitivität ε = 4,6
  • Dielektrischer Verlustkoeffizient tan δ = 37.10-4
  • Bruchindex (λ = 587,6 nm) nd = 1,473
  • Fotoelastische Konstante (DIN 52314) K = 4,0.10-6 mm2.N-1

Druckfestigkeit der Rohre und Kapillare

Errechnung der Druckfestigkeit (p) bei bekannter Wanddicke (t) und gegebenem Außendurchmesser (D):

 

 

                                   p = (Wd x 20 x K/S) : (Ad-Wd)


Errechnung der Wanddicke (t) bei gegebener Druckfestigkeit (p) und Außendurchmesser (D):

 

                                   Wd = (OD x p) : (20 x K/S + p)

 

D =Außendurchmesser in mm t = Wanddicke in mm
p =Druckfestigkeit in bar K/S = zuläss.Beanspruchung in N . mm—2

Zulässige Beanspruchung des Borosilicatglases 3,3 SIMAX® : K/S = 7 N . mm-2 gemäß der Norm  ČSN EN 1595: Druckgefäße aus Borosilicatglas 3,3; Allgemeine Grundsätze für Konstruktion, Herstellung und Prüfung.

 

Die Druckfestigkeit (p) beeinflusst unter anderem:

  • der Unterschied zwischen der Innen- und Außenwand
  • die Oberflächenqualität
  • die Bearbeitung der Endstücke
  • die Einhaltung der Montagebedingungen laut Anordnung über Druckgefäße
  • die Rohrlänge

Die genaue Errechnung kann im Bedarfsfall der Hersteller erstellen.

 

Weiter muss berücksichtigt werden:

  • ČSN EN 1595:1998 Druckgefäße aus Borosilicatglas 3,3 Allgemeine Grundsätze für Konstruktion, Herstellung und Prüfung
  • ČSN EN 12585:1999 Glasapparaturen, Rohre und Formstücke DN 15 bis 1000. Kompatibilität und Austauschbarkeit

Beständigkeit gegen Temperaturänderungen

Beständigkeit gegen Temperaturwechsel ist laut ISO 718 der Unterschied zwischen dem heißen Testkörper und dem kalten Wasserbad (Zimmertemperatur), wobei 50 % der Proben erste Anrisse zeigen, wenn sie schnell ins Wasserbad eingetaucht werden. Die Temperatur- beständigkeit bei Rohren, Kapillaren und Stäben ist abhängig von der Wanddicke, Form und Größe der gekühlten Fläche, dem Oberflächenzustand, der Spannung u. der Endbearbeitung. Ungleichmäßiges, schnelles Erwärmen oder Abkühlen führt wegen der entstandenen Spannung leicht zum Springen. Es wird empfohlen, den Temperaturunterschied 120 °C nicht zu überschreiten. Bei stärkeren Wänden ist dieser Temperaturunterschied auf niedrigere Werte beschränkt. Für Beispiele der Beständigkeit gegen Temperaturänderungen der Rohre und Stäben aus Borosilicatglas 3.3. SIMAX® sind einige Messwerte angegeben. Diese Werte können als Kennziffern erachtet werden, zwischen den Teilen mit gleichen Abmessungen sind wesentliche Unterschiede möglich:

Die genaue Errechnung der Beständigkeit kann im Bedarfsfall der Hersteller vornehmen.