5. Kühlprozess

 

Bei der Formgebung und Verarbeitung entstehen in jedem Glasgegenstand  aufgrund von Dehnungsunterschieden mechanische Spannungen. Sie können mit Spannungsprüfern gemessen werden.

 

Die Spannungsanfälligkeit ist vom Ausdehnungskoeffizienten des Glases abhängig und muss durch thermische Angleichung verringert werden. Dies erreicht man durch langsames Abkühlen im Kühlbereich.

 

Wie lang ein Glasgegenstand den Kühlbereich durchlaufen muss ist abhängig von der Stärke des Gegenstandes und der je nach Glasart zu überbrückenden Temperatur. Die Temperatursenkung kann anhand unterschiedlicher Öfen in die Wege geleitet werden.

 

Es gibt periodische Kühlöfen und kontinuierliche Kühlbahnen. Die Kühlöfen sind für Sonderfertigungen und geringe Mengen bestens geeignet, da sie nach jeder einzelnen Entnahme wieder auf die richtige Temperatur gebracht werden müssen. In der Industrie nutzt man Kühlbahnen. Hierbei werden die Produkte auf Stahlmatten oder -rollen langsam durch Ofensektoren transportiert.