4. Glasherstellungsverfahren

 

Stabziehverfahren

Das Stabziehverfahren gibt es seit 100 Jahren und hat sich bei geringen Produktionsmengen bewährt. Bei diesem Verfahren wird an der Unterseite eines Glasstabes ein Brenner vorbeigeführt, der das Ende dieses Glasstabes erwärmt und zum schmelzen bringt. Dabei entsteht ein Tropfen der beim Herunterfallen einen dünnen Glasfaden zieht, der anschließend auf eine Spule gewickelt wird. 

 

 

Düsenziehverfahren

Das Düsenziehverfahren ähnelt sehr dem Stabziehverfahren nur das hier Granulate geschmolzen werden. Die Granulate werden in einem Ofen mit Löchern an der Unterseite geschmolzen, sodass die Tropfen durch diese  Löcher nach unten herabfallen und die mitgerissenen Glasfäden auf eine Spule gewickelt werden können.

 

 

Düsenblasverfahren

Die Basis dieses Verfahrens ist das Düsenziehverfahren. Beim Düsenblasverfahren fließt das flüssige Glas durch Düsen, die sich in einer Wanne befinden. Durch die Zuführung von Dampf werden feine Glasfäden gezogen und in kleine Stücke gerissen. Diese werden anschließend getrocknet und an einem Brenner vorbeigeführt. Eine sogenannte Siebtrommel sammelt die Glasfäden bis zur Saugzone, an der sie als unendliches Glasfaserband entnommen werden.

 

 

Schleuderverfahren

Bei diesem Verfahren fließt ein heißer Glasstrahl auf eine drehende Scheibe. Durch die wirkenden Fliehkräfte verteilt sich das Glas, kleine Tropfen werden dabei weggeschleudert und ziehen Fäden. Diese Glasfäden werden durch Luftströme zur Aufnahme gelenkt. Ein weiteres Schleuderverfahren findet in einer Zentrifuge statt. Dabei sind Löcher im Zentrifugenkopf durch die die Tropfen geschleudert werden und kleine Fasern bilden.