Thermische Eigenschaften

Die hohe Beständigkeit der Erzeugnisse aus SIMAX-Glas gegen plötzliche Temperaturwechsel - Wärmestabilität - ist durch den niedrigen Koeffizient der linearen Wärmeausdehnung, den relativ niedrigen Elastizitätsmodul im Zug und der relativ hohen Wärmeleitfähigkeit bestimmt, was einen niedrigen Temperaturgradient in der Wand des Produktes zur Folge hat.

Bei Abkühlen und Erwärmen des Glasproduktes entsteht eine unerwünschte Innenspannung. Das Zerbrechen des Glasproduktes infolge der Temperaturveränderung wird durch die Zugbeanspruchung an der Produktoberfläche verursacht, die durch das Einwirken der linearen Ausdehnbarkeit des Glases bei schneller Abkühlung von der Produktoberfläche entsteht.

Infolge eines mechanischen Fehlers an der Produktoberfläche kann die thermische Beständigkeit wesentlich reduziert sein.

Kühlen des Glases SIMAX

Das Kühlen stellt einen thermischen Prozess dar, durch den das Entstehen unerwünschter und unzulässig hoher thermischer Spannung im Glas, welche die Beständigkeit des Produktes reduzieren würde, verhindert oder die bereits entstandene Spannung beseitigt wird.

Der Kühlungszyklus verläuft in drei Stufen:

I. Temperaturerhöhung (Erhitzen) durch Erwärmungsgeschwindigkeit von der Eingangstemperatur bis zur oberen Kühltemperatur.

II. Haltedauer (Verweilen, Temperieren, Stabilisieren) des Produktes an der oberen Kühltemperatur, wodurch der Ausgleich der Temperaturunterschiede im Produkt und die Reduzierung der Spannung auf ein akzeptables Niveau erzielt werden muss.

III. Temperaturermässigung (Kühlen und Nachkühlen) des Produktes durch Abkühlungsgeschwindigkeit von der oberen auf die untere Kühlungstemperatur (diese Phase ist wichtig, da es zur Entwicklung von Dauerspannungen kommen kann) und von der unteren Kühlungstempertur auf die Endtemperatur oder auf die Umgebungstemperatur (wichtig für die nachfolgende Manipulation mit den Produkten).